Wärmeplan für das Gemeindegebiet 

Der kommunale Wärmeplan für Maisach ist fertig. Nach rund einem Jahr Analyse, Gesprächen mit Fachakteuren, Beteiligung der Öffentlichkeit und der öffentlichen Auslegung hat der Gemeinderat den Wärmeplan am 31. Juli 2026 beschlossen. Damit liegt erstmals eine umfassende Orientierung dafür vor, wie sich die Wärmeversorgung in den verschiedenen Bereichen der Gemeinde langfristig entwickeln kann.

Die wichtigste Erkenntnis: Für Maisach gibt es nicht die eine Lösung. In vielen Gemeindeteilen und locker bebauten Wohngebieten werden künftig vor allem individuelle Lösungen am Gebäude eine Rolle spielen – insbesondere Wärmepumpen und andere erneuerbare Heizsysteme. In dichter bebauten Bereichen von Maisach und Gernlinden wurden dagegen Gebiete identifiziert, in denen es sinnvoll ist, die Möglichkeiten eines Wärmenetzes genauer zu untersuchen. Für den Gemeindeteil Maisach kommt mit dem geplanten regional erzeugten Biomethan eine weitere mögliche Versorgungsoption hinzu.

Wichtig für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ist dabei: Der Wärmeplan ist eine Orientierung und keine Vorgabe. Er schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor und bedeutet auch nicht, dass in einem ausgewiesenen Wärmenetzgebiet tatsächlich sicher ein Wärmenetz gebaut wird. Welche Lösung für das eigene Gebäude sinnvoll ist, hängt weiterhin von der individuellen Situation ab.

Wo liegt mein Gebäude?

Mit Abschluss der Wärmeplanung steht nun auch eine interaktive Karte zur Verfügung. Dort können Bürgerinnen und Bürger ihre Adresse suchen und sehen, wie ihr Gebiet im Wärmeplan eingeordnet wurde. Zusätzlich lassen sich verschiedene Potenziale für erneuerbare Wärme anzeigen.

Den Wärmeplan, eine Kurz- und eine ausführliche Ergebnispräsentation sowie die interaktive Karte finden Sie hier.

Und wie geht es jetzt weiter?

Mit dem Beschluss beginnt die Umsetzung. Die Gemeinde wird unter anderem mögliche Wärmenetzprojekte weiter untersuchen, die regionale Biomethanstrategie begleiten und die Wärmeplanung bei zukünftigen Bau- und Infrastrukturprojekten berücksichtigen.

Darüber hinaus sind Informationsveranstaltungen in ausgewählten Gemeindeteilen vorgesehen. Dort sollen die Ergebnisse der Wärmeplanung noch einmal konkret vorgestellt und Fragen zur zukünftigen Wärmeversorgung beantwortet werden. Die Termine werden rechtzeitig über die Gemeinde bekannt gegeben.

 

Energieagentur Klima³

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