Erste Schritte zur Nutzung der Erdwärme in der Region

Seismische Erkundungen Flyer M-PlusFlyer: M-Plus/Foto: DMT Group
Per Klick den M-Plus-Flyer öffnen (PDF)

In unserer Region sollen die Voraussetzungen für eine nachhaltige Nutzung der Erdwärme (Tiefengeothermie) erkundet werden. Dazu lassen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck im Rahmen eines Forschungsprojekts voraussichtlich im Juni/Juli Messungen durchführen. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen. 

Im Fokus der Untersuchungen steht eine Thermalwasser führende Schicht tief in der Erde. Seismische Messungen sollen die Beschaffenheit und Lage der Schicht und somit ihr Potenzial zeigen. Die Stadtwerke FFB informieren dazu in einer Pressemitteilung, die Sie weiter unten lesen können. 

Die Gemeinde Maisach hat die Stadtwerke FFB aufgefordert, die Bevölkerung umfassend über die bevorstehenden seismischen Messungen zu informieren und eine direkte Kommunikation zu den Haushalten über verschiedene Kanäle aufzubauen (Flyer, Social Media etc.). Bei der Energiemesse am 8. und 9. Mai in der Mittelschule Maisach werden die Stadtwerke FFB zu dem Thema Informationen und einen Dialog anbieten. Bei Fragen im Vorfeld wenden Sie sich bitte direkt an die Stadtwerke Fürstenfeldbruck, Telefon 08141/401-111.
 

Seismische Messungen – Info-Material finden Sie hier:

 

Pressemitteilung der Stadtwerke Fürstenfeldbruck vom 09.03.2026

Stadtwerke FFB lassen Tiefengeothermie-Potenzial erkunden

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck gehen gemeinsam mit der Stadt Fürstenfeldbruck und den Gemeinden Maisach, Emmering, Alling erste konkrete Schritte bei der Erforschung der Tiefengeothermie in der Region. Als Partner des vom Bund geförderten Forschungsprojekt „GIGA M“ nehmen sie an einer großräumigen seismischen Messkampagne im Großraum München teil. Der Fokus liegt bei der lokalen Untersuchung auf das Gebiet rund um Fürstenfeldbruck, Maisach, Emmering und Alling. Die Vorbereitungen starten im März 2026.

„Geothermie ist klimaneutral im Betrieb, unabhängig von fossilen Brennstoffen und wäre eine sehr gute Ergänzung zu unserer bestehenden Fernwärmeversorgung. Die Ergebnisse der Messkampagne werden zeigen, welches Potenzial der Untergrund bei uns bietet“, erläutert Christian Wiegner, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken Fürstenfeldbruck. „Unsere Kunden würden langfristig von einer zuverlässigen, wetterunabhängigen Wärmeversorgung und stabilen Heizkosten profitieren. Denn bei einer Nutzung der Geothermie für die Fernwärme fallen keine Preisschwankungen wie bei einer Erzeugung mit fossilen Brennstoffen an.“

Potenzial in der Region erkunden

Das Potenzial in der Region ist groß – dies beweisen erfolgreiche Nachbarprojekten: Die Stadtwerke München versorgen einen ganzen Stadtteil in München-Riem mit Fernwärme aus rund 3.000 Meter Tiefe; ein Geothermiekraftwerk in Sauerlach liefert Strom und Wärme für tausende Haushalte.

Was sind seismische Messungen und wie laufen sie ab?

Ab voraussichtlich Juni/Juli 2026 sind speziell ausgerüstete Fahrzeuge unterwegs, die kurze, kontrollierte Schallwellen in den Untergrund senden. Diese werden von den verschiedenen Gesteinsschichten im Untergrund unterschiedlich reflektiert. Hochempfindliche Geophone zeichnen die Reflexionen auf, die zuvor im Untersuchungsgebiet verteilt werden. So entsteht ein präzises 3D-Bild der thermalwasserführenden Schichten.

Einholung des Einverständnisses der Grundeigentümer

Im Vorfeld der Messungen werden Grundstückseigentümer und Behörden, auf deren Gelände Messungen geplant sind, ausführlich informiert und um Betretungsgenehmigung gebeten. Diese Arbeiten starten jetzt und werden von der Firma IPS (Informations- & Planungsservice GmbH) durchgeführt. Die Mitarbeiter der Firma IPS können bei Bedarf einen Stadtwerke-Fürstenfeldbruck-Ausweis zeigen.

Stadtwerke Fürstenfeldbruck