Der Bürgermeisterbrief – September 2026
Mut machen für eine starke Gesellschaft
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder und Jugendliche,
mit dem Monat September beginnt die Ausbildungszeit in Dienstleistungsbetrieben und im Handwerk, und zugleich für einige Kinder der erste Weg zur Grundschule oder zu einer weiterführenden Schule.
All diese Momente sind der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Unsere Kinder und Jugendlichen sehen diese Momente mit Freude, Erwartungen, aber vielleicht auch mit etwas Respekt vor den neuen Aufgaben vor sich.
Die Welt erobern
Sie alle möchte ich bestärken und Mut machen, dass jede neue „Welt“ dem gehört, der bereit ist, sie zu erobern. Mut kann aber nur wachsen, wenn man auch in sich das Verständnis trägt, dass Fehler machen ein Teil des Lernens und der sich aufbauenden Lebenserfahrung ist.
Niemand von uns Menschen ist perfekt, wir alle haben unsere Defizite, lernen Sie bitte, sich dies einzugestehen, denn damit umzugehen stärkt das eigene Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.
Talente fördern
Eltern, Großeltern, Freunde – wir alle – sollten unsere Kinder und Jugendlichen darin bestärken, dass jede und jeder für sich etwas Besonderes ist und in ihr oder ihm viele Talente und Begabungen schlummern, die es zu erkennen, zu wecken, zu fördern und auszuleben gilt.
In diesem Sinne wünsche ich allen Kindern und Jugendlichen einen guten Start, viele positive und neue Bekanntschaften, Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilder, die ihre Talente erkennen und fördern.
Mut braucht es auch, den neuen oder sogar erstmaligen Schulweg zu bewältigen. Dank vieler Schulweghelferinnen und -helfer sind die Schulwege sehr sicher.
Für diesen besonderen ehrenamtlichen Dienst suchen wir immer wieder neue Menschen, die bereit sind, einen kleinen Teil ihrer Freizeit für die Sicherheit unserer Kinder einzusetzen.
Allen, die dies schon jahrelang leisten, ein ganz großes Dankeschön.
Rücksicht nehmen
Auch wenn unsere Kinder und Jugendlichen mit Mut und gut vorbereitet auf ihren Schulwegen unterwegs sind, bedarf es der erhöhten Vorsicht und Rücksichtnahme aller anderen Verkehrsteilnehmer, besonders in den ersten Wochen nach dem Schulbeginn.
Schule und Ausbildungsstätte sind zwei markante Lebensstationen. Wir alle erleben im Laufe unseres Lebens immer wieder Momente und Stationen, die Veränderungen bedeuten und den Mut brauchen, diese auch anzugehen.
Unsere Welt wird immer digitaler, Arbeitsprozesse, Dienstleistungen entwickeln sich weiter, das gesellschaftliche Werteverständnis befindet sich in einem Wandel, unsere Lebensgrundlagen erfahren eine schleichende, aber stetige Veränderung. Dem bedingungslosen Glauben an den Frieden ist ein vorsichtiges Abwägen der Lage um unserer aller Sicherheit gewichen.
Nach jahrzehntelangem ungetrübtem Glauben an die technologische Führungsspitze unseres Landes und der damit verbundenen Wirtschaftskraft folgt nun ein Prozess der Neubewertung. Es bedarf den Mut zur ehrlichen Analyse, ein Bestärken in den Bereichen, wo wir immer noch gut und führend sind, sowie ein Überdenken, wo Anpassungen und neue Innovationen nötig sind.
Aufbruch im Denken
Erforderlich ist auch ein Aufbruch zu neuem Denken und Forschen, mehr Bereitschaft, die Couch lieb gewordener, aber auch festgefahrener Gewohnheit zu verlassen, um Bewegung und Veränderung mitzutragen und mitzugestalten, damit aus einer Verunsicherung im Land wieder ein neues Selbstbewusstsein erschaffen wird, das positive Entwicklungen trägt und Wohlstand sichert.
Deshalb ist Mut ein wesentlicher Antrieb, um Neuem mit positiven Gefühlen entgegenzutreten und sich darauf einzulassen.
Mutig bis ins hohe Alter
Es liegt an uns, ob dieses Gefühl am ersten Tag an der neuen Schule, an der Ausbildungsstätte, bei einem neuen Job oder im Selbstverständnis gegenüber den alltäglichen Veränderungen in unserem Alltag liegt. Denn wir können die uns bevorstehenden Herausforderungen nur annehmen und verändern, wenn wir unsere Einstellung zuerst anpassen.
Dazu fällt mir ein chinesisches Sprichwort ein: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start und alles Gute für die kommende Zeit, bleiben Sie mutig und neugierig durch alle Zeiten bis ins hohe Alter.
Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus
Hans Seidl, 1. Bürgermeister
Kontakt:
E-Mail: vorzimmer@maisach.de




