Maisacher Umspannwerk wird 2027 umgebaut
Die Bayernwerk Netz GmbH plant die Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Maisach. Mit dem Projekt modernisiert der Verteilnetzbetreiber einen wichtigen Netzknoten im Landkreis Fürstenfeldbruck und erhöht dessen Leistungsfähigkeit. Die bestehende Anlage stammt aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Mit der Erneuerung schafft die Bayernwerk Netz zusätzliche Kapazitäten für die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Stromversorgung in der Region. Die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen und voraussichtlich bis Ende 2030 abgeschlossen sein.
Das Umspannwerk, angrenzend an die Tulpenstraße, verbindet das Hochspannungsnetz mit dem regionalen Mittelspannungsnetz. Es spielt eine wichtige Rolle für die Stromversorgung der Region. Im Landkreis Fürstenfeldbruck werden immer mehr Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien an das Stromnetz angeschlossen. Gleichzeitig steigt der Strombedarf in den Haushalten sowie für die Entwicklung von Gewerbe und Industrie. Deshalb erweitert die Bayernwerk Netz das Umspannwerk und erhöht dessen Leistungsfähigkeit. „Die technischen Anforderungen an unsere Umspannwerke haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Heute müssen die Anlagen nicht nur deutlich mehr dezentral erzeugten Strom aufnehmen. Auch der Bedarf auf Verbraucherseite steigt, etwa durch Elektromobilität, Wärmepumpen oder die Digitalisierung in den Unternehmen“, erklärt Günther Mertel, Leiter des Bereichs Hochspannung bei der Bayernwerk Netz.
Leistungssteigerung um ein Drittel
Die Hochspannungs- und Mittelspannungstechnik des Standorts wird grundlegend erneuert. Zusätzlich erhält das Umspannwerk einen dritten Netztransformator mit einer Leistung von 50 Megavoltampere (MVA). Die installierte Transformatorleistung steigt dadurch von derzeit 80 MVA auf künftig 130 MVA. Das entspricht einer Leistungssteigerung von rund einem Drittel. Auch die Mittelspannungs-Schaltanlage wird erweitert. Die Zahl der Schaltfelder steigt von derzeit 25 auf künftig 34. Damit entstehen zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für Verbraucher und Stromerzeuger, die dezentral erzeugten grünen Strom in das Verteilnetz einspeisen.
Kein zusätzlicher Flächenbedarf
Ein besonderes Merkmal des Umspannwerks ist die künftige Bauweise der Anlage. Nahezu die gesamte Technik wird in einem neuen Gebäude untergebracht, auch die großen Transformatoren. Lediglich einzelne Anlagenteile verbleiben außerhalb. Die Einhausung ermöglicht eine kompakte Anordnung der Anlagentechnik und unterscheidet den Standort von vielen klassischen Freiluftanlagen. Hintergrund für das besondere Baukonzept ist der Platzbedarf, wie Günther Mertel erläutert: „Wir wählen diese Bauweise, damit wir auf unserer vorhandenen Fläche auskommen und das Umspannwerk nicht räumlich erweitern müssen. Durch die Einhausung können wir die Leistungsfähigkeit um ein Drittel steigern, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.“
Bauarbeiten sollen 2027 beginnen
Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten Mitte 2027 beginnen. Für den Umbau errichtet die Bayernwerk Netz zunächst Provisorien, damit die Stromversorgung während der Bauphase jederzeit sichergestellt bleibt. Anschließend werden die bestehenden Anlagen schrittweise ersetzt und erweitert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2030 abgeschlossen sein.
Bayernwerk Netz GmbH





