Bürgermeisterbrief

Bgm-Foto Juli 2019

Mensch und Gemeinde im Blick

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

für das neue, gerade angebrochene Jahr wünsche ich Ihnen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Ein neues Jahr liegt vor uns und im Rahmen der Haushaltsberatungen haben wir gemeinsam im Gemeinderat die Weichen für weitere Projekte und Entwicklungen gestellt.

 

Gute Konjunktur sorgt für gute Einnahmen

Die Grundlage unserer finanziellen Leistungsfähigkeit, veranschaulicht durch Kennzahlen, ist wegen der guten Konjunktur mehr als zufriedenstellend. Die positiven Zahlen sind aber auch ein Indikator dafür, dass in den letzten Jahren nachhaltige Entscheidungen im Gemeinderat getroffen wurden, die diese Lage begünstigt haben. Dank unserer sehr guten Einwohnerstruktur und der hohen Beschäftigungsrate konnte ein Einkommensteueraufkommen von 10,8 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

 

Leistung und Fleiß

Hier möchte ich mich bei allen, die zu diesem Steueraufkommen durch ihre tägliche Arbeit und ihren Fleiß beigetragen haben, sehr herzlich bedanken. Ein Rekordergebnis von 18 Millionen konnten wir bei den Einnahmen durch Gewerbesteuer verzeichnen. Dieses außergewöhnliche Ergebnis kam vor allen durch Sondereffekte einiger weniger Betriebe zustande. Dennoch bestätigte sich auch die steigende Tendenz unseres normalen Gewerbesteueraufkommens. Waren es 2013 noch 6,4 Millionen Euro, so haben wir jetzt fast die 10-Millionen-Euro-Marke erreicht.

 

Arbeitsplätze und Steuerkraft

Gerade durch unsere Gewerbebetriebe wurden in den letzten Jahren nicht nur 1300 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch eine wesentliche Finanzkraft, die uns einen guten Investitionsspielraum ermöglicht. Wir betrachten das Gewerbesteueraufkommen aber auch sehr realistisch und planen sehr konservativ mit den Einnahmen. Wohl wissend, wie schnell wirtschaftliche Veränderungen hier starke Schwankungen verursachen können.

 

Rücklagen und Schulden

Unsere Rücklagen sind trotz hoher Investitionstätigkeit wegen zwar geplanter, aber nicht realisierter Projekte auf 25 Millionen angewachsen. Auch die Verschuldung unserer Gemeinde ergänzt die Reihe der positiven Kennzahlen. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 44 Euro liegen wir sehr weit unter dem Landesdurchschnitt aller Kommunen mit 980 Euro.

 

Ausgaben steigen

Unsere Gemeinde ist derzeit auf der Einnahmenseite mehr als zufriedenstellend aufgestellt. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, weiterhin sorgsam zu planen und zu agieren. Mit dem Bevölkerungswachstum steigen auch die Aufwendungen erheblich an. Auch die gesellschaftliche Entwicklung zu einer immer umfassenderen Kinderbetreuung erfordert nicht nur erhebliche Investitionen, sondern auch wachsende Mittel zur Deckung von Betriebskosten. Die zunehmenden Anforderungen in unserer Gemeinde bedürfen darüber hinaus einer stetigen Personalanpassung in Verwaltung, Bauhof und den weiteren Einrichtungen der Gemeinde.

 

Mitarbeiter hohes Gut

Gerade unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein hohes Gut. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, die Großraumzulage für alle unsere Beschäftigten einzuführen. Wir waren der Meinung, dass, wenn es der Gemeinde wirtschaftlich gut geht, alle unsere Beschäftigten, die ja auch einen Beitrag dazu leisten, durch eine freiwillige zusätzliche Leistung profitieren sollten.

 

Mehr Leistungen auf kommunaler Ebene

Mit Bedenken sehen wir die Entwicklung, dass auf Landesebene immer mehr kostenfreie Leistungen zugesagt werden, die am Ende die Kommunen finanzieren müssen. Letztendlich kann eine Kommune auch nur mit den Geldern arbeiten, die von den Bürgern und Gewerbebetrieben erwirtschaftet werden. Eine höhere Belastung der Leistungsträger bei sinkender Konjunktur wäre nicht zu verantworten.

 

Sozialer Ausgleich notwendig

Eine immer größer werdende Aufgabe für uns als Gemeinde wird der soziale Ausgleich sein - vor allem bei der Verfügbarkeit von leistbarem Wohnraum für eine wachsende Anzahl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gerade deshalb ist es wichtig, unsere finanzielle Leistungsfähigkeit weiterhin zu erhalten. Nur eine finanziell starke Gemeinde hat die Möglichkeit, Leistungen und Projekte zu finanzieren, die der Förderung sozialer Ausgewogenheit dienen.

 

Ausblick

Diesem Ziel soll unsere Gemeinde Maisach im neuen Jahr und auch in Zukunft immer treu bleiben. Ich wünschen Ihnen allen einen guten Start ins neue Jahr, eine unfallfrei Zeit im Wintermonat Januar mit der ersten Vorfreude auf die Faschingstage.

Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus

Ihr

 

Hans Seidl

Erster Bürgermeister

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