Bürgermeisterbrief

Bürgermeister Portrait April 2020

Corona-Pandemie - weiterhin Achtsamkeit und Rücksichtnahme notwendig

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Ferien- und Urlaubszeit neigt sich langsam dem Ende zu. Ich hoffe, Sie konnten alle die Erholung und Entspannung finden, die Sie sich gewünscht haben.

 

Notwendige Beschränkungen erfordern Selbstdisziplin

Die Ferien- und Urlaubszeit in diesem Jahr wurde begleitet von den durch die Corona-Pandemie notwendigen Beschränkungen und Schutzmaßnahmen. Der Wunsch nach Reisetätigkeit gerade in der Zeit des Urlaubs ist mehr als nachvollziehbar. Zu einer erlebnisreichen Urlaubszeit gehören für viele auch vermehrte soziale Kontakte, das Feiern und das uneingeschränkte Genießen der Tage.

Gerade in dieser für unsere persönliche Erholung so wichtigen Zeit an die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona –Pandemie zu denken und diese umfänglich  anzuwenden, erfordert schon sehr viel Selbstdisziplin.

 

Eigen- und Fremdgefährdung ins Bewusstsein rufen

Um hier für sich persönlich das richtige Maß zu finden, ist es meines Erachtens sehr wichtig, auch die Konsequenzen zu bedenken, die werden folgen müssen, wenn wir die Pandemie nicht in den Griff bekommen. Für die eigene Gesundheit ist jeder selbst verantwortlich. Bei einer Pandemie kann man jedoch auch zum Überträger werden und damit die Gesundheit seiner Mitmenschen gefährden.

 

Wohlstand und Zukunftsfähigkeit in Gefahr

Unabhängig von der medizinischen Gesundheit greift diese Pandemie sehr intensiv den Wohlstand unsere Gesellschaft an. Die Verringerung von Handel und Produktion, die Einschränkung des Kultur- und Veranstaltungsangebots sowie die reduzierte Nutzbarkeit von Gaststätten und Lokalen haben nicht nur viele Menschen in die Kurzarbeit gezwungen, sondern eine steigende Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen bereits beendet. Zur Funktion und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft gehört vor allem, dass unsere Kleinkinder, Kinder und Heranwachsenden betreut, unterrichtet und ausgebildet werden können.

 

Weiteren Lockdown verhindern

All diese existenziellen Bereiche mussten während des Lockdowns auf Stillstand gefahren werden. Einen Rückfall zu vermeiden, wenn auch nur für Hotspots, halte ich für die wichtigste Selbstverpflichtung von uns allen. Erinnern sollten wir uns in dieser Zeit stets daran, wie der Lockdown unsere familiären Kontakte hinsichtlich Verwandten-, Krankenhaus-, Seniorenheimbesuche und besonders bei der Sterbebegleitung eingeschränkt und damit zu enormen emotionalen und seelischen Belastungen geführt hat.

 

Rücksicht auf Gemeinwohl nehmen

Persönliche Freiheit ist das wichtigste und schützenswerteste Gut. Persönliche Freiheit beinhaltet im Rahmen der Eigenverantwortung aber auch, als Teil der Gesellschaft das Wohl des Einzelnen und der Allgemeinheit nicht zu gefährden. Oberste Priorität haben meiner persönlichen Meinung nach derzeit deshalb der Erhalt der Pflege familiärer Kontakte, die umfängliche Funktionsfähigkeit von Betreuungseinrichtungen und Schulen sowie der Erhalt möglichst aller Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Dieses minimale Ziel im Blick muss unser Handeln begleiten. Je konsequenter wir die Schutzmaßnahmen einhalten, umso mehr kann die Freiheit für jeden Einzelnen von uns und für die gesamte Gesellschaft ausgeweitet werden.

 

Dank an Verantwortungsbewusste

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei der doch sehr großen Anzahl an Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die mit hohem Verantwortungsbewusstsein im Rahmen der Pandemie ihr Leben gestalten und durch Hygienemaßnahmen, Einhaltung der Abstandsregeln, Testung und gegebenenfalls auch Quarantäne sich und ihre Mitmenschen schützen und damit dazu beitragen, unseren erarbeiteten Wohlstand bestmöglich zu erhalten.

 

Schule beginnt wieder

Ab dem 8. September beginnt wieder der Schulunterricht. Besonders für die Erstklässler ist das ein herausragender Tag, dem sie wohl mit Freude und Respekt zugleich entgegen sehen. Ich wünsche allen unseren Schulanfängern einen guten Start sowie die Neugierde und Motivation viel Neues kennenzulernen, darüber hinaus viele Begegnungen, aus denen sich Freundschaften entwickeln. Gemeinsam die Welt zu entdecken, Schwieriges miteinander zu bewältigen, Freude und Spaß zu teilen, das stärkt die eigene Persönlichkeit und macht das Leben lebenswert.

 

Dank an Lehr- und Betreuungskräfte

Allen Lehrinnen und Lehrern, aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kinderbetreuungseinrichtungen danke ich nicht nur für den besonderen Einsatz in den vergangenen Monaten, sondern spreche ihnen auch meinen persönlichen Respekt für die Motivation aus, mit der sie trotz der schwierigen Lage ins neue Schul- und Betreuungsjahr starten.

 

Mit Zuversicht in die Zukunft

Uns allen wünsche ich, dass in der nächsten Zeit keine weiteren Pandemie bedingten Einschränkungen notwendig werden, damit wir alle Kraft dafür aufwenden können, die soziale Sicherheit und den erworben Wohlstand in unserer Gesellschaft weiterhin zu sichern.

Bleiben Sie gesund!

 

Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus

 

Hans Seidl

Erster Bürgermeister

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