Bürgermeisterbrief

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Badesaison im Freibad ist angelaufen und ich hoffe, alle Freunde des kühlen Nass konnten bereits erholsame und erfrischende Momente in unserem Familienbad verbringen.

Leider können die geplanten weiteren Umbaumaßnahmen im südlichen Beckenbereich mit Liegepodesten und auch die neue Bademeisterkabine nach der Badesaison nicht realisiert werden.

Die im Finanzhaushalt eingeplanten Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von circa 385.000 Euro verzeichneten nach der Ausschreibung eine unverhältnismäßige Verteuerung auf 585.000 Euro. Dies führte jetzt letztendlich dazu, dass wir dem Gemeinderat die Aufhebung der Ausschreibung empfohlen haben.

Gerne hätte der Gemeinderat den nächsten Schritt bei der Sanierung des Familienbades vollzogen, aber die derzeitigen Baupreise, besonders für so kleine Maßnahmen, bewegen sich außerhalb eines vertretbaren Kosten-Nutzenverhältnisses.

Nun werden wir versuchen, die Maßnahmen im Winter 2018/2019 auszuschreiben, mit einem verlängerten Ausführungszeitraum bis Ende 2019. Gerade im Bereich des Freibades haben wir noch viele Sanierungs- und Modernisierungsschritte vor uns.

Der wohl größte Finanzbedarf wird für den Neubau der Sanitäreinrichtungen benötigt. Hier rechnen wir mit einem Kostenaufwand von circa 1,2 Millionen Euro. Nach vorliegenden Informationen soll es in den nächsten zwei bis drei Jahren ein staatliches Förderprogramm für Hallen- und Freibäder geben. Diese angekündigten Förderprogramme wollen wir nutzen, um ein neues Sanitärgebäude mit zeitgemäßen Anlagen anzustreben.

 

Bedarf an Krippenplätzen größer als das Angebot

Unsere Gemeinde ist sehr attraktiv und besonders junge Familien oder Paare, die vor der Familienplanung stehen, entscheiden sich für einen zukünftigen Lebensmittelpunkt in unserer Gemeinde.

So erfreulich diese Entwicklung auch ist, bedarf sie doch auch einer verantwortungsvollen Betrachtung und Steuerung, damit die erforderliche Infrastruktur den neuen Familien auch zur Verfügung gestellt werden kann.

Obwohl wir in den letzten Jahren stetig das Betreuungsangebot ausgebaut haben, verzeichnen wir in diesem Jahr nach den Anmeldungen einen nicht unerheblichen Mehrbedarf an Kinderkrippenplätzen.

Um dem gestiegenen Bedarf gerecht werden zu können, haben wir bereits die ersten Schritte eingeleitet, damit möglichst alle Kinder einen Betreuungsplatz bekommen.

 

Finanzielle Leistungsfähigkeit ist die Grundlage für die Bereitstellung der erforderlichen sozialen Infrastruktur

Die Weiterentwicklung unserer Gewerbegebiete wird oft kritisch gesehen. Ohne die belastbare Basis an Gewerbesteuern wäre es uns aber nicht möglich, auf den wachsenden Bedarf an sozialer Infrastruktur so zeitnah zu reagieren. Gewerbe bedeutet nicht nur finanzielle Einnahmen, sondern besonders die nachhaltige Gewichtung von ortsnahen Arbeits- und Ausbildungsplätzen und damit die Erwerbsgrundlage für viele unserer Mitbürger.

Bitte denken Sie auch daran, alle Menschen, denen in der Gemeinde oder im Landkreis ein Arbeitsplatz ermöglicht werden kann, haben nicht nur kurze Arbeitswege, sondern belasten nicht zusätzlich die Verkehrswege nach München.

 

Der Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur steigt und ist nur bedingt steuerbar

Seit einigen Jahren erleben wir in unserer Region, besonders auch in unserer Gemeinde, einen enormen Anstieg des Grundstücksverkehrs.

Der ungedeckte Bedarf an Wohnraum in unserer Region führt dazu, dass die Grundstückspreise weiter steigen und für viele einen Verkauf ihrer Grundstücke attraktiv machen. Der dadurch entstehende infrastrukturelle Bedarf lastet dann nicht auf dem Verkäufer des Grundstückes, sondern auf der Allgemeinheit, sprich auf der Gemeinde. Der anhaltende und wachsende Bauboom drängt die Gemeinde und Städte immer mehr dazu, über eine angepasste Verteilung von Nutzen und Lasten nachzudenken.

 

Lernen Sie Ihre Gemeinde, die Herausforderungen und die aktuellen Projekte näher kennen

Am 16. Juni lade ich Sie wieder herzlich ein zur Bürgerinformationsradtour. Dieses Informationsangebot soll Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Gemeinde, die aktuellen Herausforderungen und Projekte näher kennenzulernen. Für mich sind diese Informationstouren immer eine Bereicherung, weil ich viele Anregungen aufnehmen und Ihnen unsere Arbeit näher bringen kann. Ich freue mich darauf, wieder viele Interessierte begrüßen zu dürfen.

 

Abschließend möchte ich Sie alle sehr herzlich zu unserem Ortszentrumsfest einladen! Vom 22. bis 24. Juni wollen wir gemeinsam die neue Maisacher Mitte feiern.

 

Ich freue mich auf drei schöne Festtage bei hoffentlich trockenem Wetter und besonders auch auf Ihren zahlreichen Besuch.

 

Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus

 

Hans Seidl

1. Bürgermeister

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