Bürgermeisterbrief
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die verschneiten Osterfeiertage liegen hinter uns! Nun hoffen wir alle nur noch, dass bald der Frühling Einzug hält mit sonnigen Frühlingstagen und grünender und blühender Natur!
Besonders die Kinder warten schon sehnsüchtig auf die Möglichkeit, wieder draußen spielen zu können, ohne dass es nass oder kalt ist, denn in unserer Gemeinde gibt es gerade für Kinder ein umfangreiches Angebot an attraktiven Spiel- und Bolzplätzen.
Auch das Angebot der Sportvereine zur sportlichen Betätigung im Freien ist sehr vielfältig.
Die Förderung und Betreuung unserer Kinder hat in der Gemeinde Maisach schon immer einen hohen Stellenwert gehabt und wurde gerade in den letzten Jahren nochmal erheblich ausgebaut.
Derzeit können wir in elf Einrichtungen in Zusammenarbeit mit kirchlichen und freien Trägern ein sehr gutes Spektrum an Betreuungs- und Fördermöglichkeiten anbieten.
Im Kinderkrippenbereich stehen derzeit 113 Plätze zur Verfügung. Damit steht für über 50 Prozent der ein- bis dreijährigen Kinder ein Krippenplatz zur Verfügung.
Obwohl wir erst im Mai 2012 das neue Krippenhaus in Maisach mit 48 Plätzen eröffnet haben, stellt sich nach der Anmeldung für das neue Krippenjahr ab September ein höherer Bedarf dar, als wir derzeit noch anbieten können.
Trotz rückläufiger Geburtenzahlen und einem geringen Zuzug von Kindern dieser Altersgruppe steigt der Bedarf an Krippenplätzen von Jahr zu Jahr.
Wurde vor ein paar Jahren noch jedes dritte Kind im betreuungsfähigen Alter zwischen ein und drei Jahren zur Betreuung in die Krippe gegeben, so sind es derzeit schon sechs von zehn Kindern, die einen Krippenplätz benötigen.
Eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Meine persönliche Einschätzung hierzu ist, dass wir in den nächsten Jahren für sieben von zehn Kindern ein Krippenplatzangebot bereitstellen müssen.
Auf den aktuellen zusätzlichen Bedarf haben wir in der Gemeindeverwaltung sehr schnell reagiert. In der letzten Gemeinderatssitzung am 28. März wurde dem Gemeinderat für die fehlenden 26 Krippenplätze ein Konzept vorgeschlagen, das spätestens ab Januar 2014 die Betreuung dieser Krippenkinder garantieren würde.
Der Gemeinderat ist dem vorgeschlagenen Konzept einstimmig gefolgt und hat die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt.
Die Schaffung einer neuen zweigruppigen Kinderkrippe wird die Gemeinde Maisach über 1,2 Millionen Euro kosten! Abzüglich der Fördermittel vom Freistaat verbleibt bei der Gemeinde immer noch ein erheblicher finanzieller Betrag.
Die gute finanzielle Voraussetzung, die man in den letzten Jahren geschaffen hat, versetzt uns in die Lage hier wieder einmal schnell und bedarfsgerecht handeln zu können.
Das im letzten Jahr hergestellte zusätzliche Förder- und Betreuungsangebot in Form des Schulkindergartens steht auch im neuen Betreuungsjahr einer steigenden Nachfrage gegenüber.
Nach den letzten Meldungen werden circa 30 Kinder nicht eingeschult, sondern verbleiben in den Vorschulgruppen der Kindergärten oder wechseln in den Schulkindergarten.
Eine Entwicklung, die sich im letzten Jahr erstmalig eingestellt hat und sich in diesem Jahr mit steigender Tendenz fortsetzt.
Auch hier gibt es bereits erste Überlegungen, wie wir diese Entwicklung am besten aufnehmen und ihr gerecht werden können.
Ohne die große Anzahl von Rückstellern wäre unser Kindergartenangebot mit 400 Plätzen mehr als ausreichend. Durch diese Übertrittsverzögerung besteht auch bei den Kindergartenplätzen kein Spielraum mehr.
Im Bereich des Schülerhortes werden die vorhandenen 100 Plätze komplett benötigt. Auch im Bereich der Betreuung nach der Schule zeichnet sich ab, dass der Bedarf steigt und das Angebot der Nachbarschaftshilfe mit der Mittagsbetreuung eine optimale und flexible Ergänzung ist, ohne die wir den Betreuungsbedarf nicht abdecken könnten.
Seit 2008 hat die Gemeinde Maisach für über eine Million Euro das Kinderhaus Tausendfüßler erweitert, die Generalsanierung der Kindergartens St. Vitus mit 800.000 Euro mitfinanziert, das Kinderhaus Zauberberg im Bereich der Hortgruppe für mehr als 150.000 Euro erweitert, den Schülerhort in Maisach für 750.000 Euro vergrößert, das Krippenhaus Kispul für 2,5 Millionen Euro gebaut, den Schulkindergarten mit 75.000 Euro geschaffen. Im Jahr 2013 haben wir, wie bereits dargestellt, die Herstellung einer zweigruppigen Krippe für über eine Million Euro zu leisten.
Darüber hinaus wird der Neubau des Kindergartens Bruder Konrad in Gernlinden ab 2014 eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Maisach von über einer Millionen Euro erfordern.
Aber es sind nicht nur die Finanzmittel für die Um-, An- und Neubauten, die wir in den letzten Jahren aufbringen mussten, auch die Unterhaltskosten und der Defizitausgleich, den die Gemeinde bei den einzelnen Einrichtungen trägt, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Lagen die gemeindlichen Zuschüsse an die Kinderbetreuungseinrichtungen 2004 noch bei 905.000 Euro, so mussten im Haushalt 2013 bereit 3,1 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden.
Eine Entwicklung, die man sehr genau im Auge behalten muss.
In den letzten Jahren wurden erhebliche Finanzmittel in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. Mit jeder Erweiterung und Schaffung von mehr Angebot werden auch immer mehr Erzieherinnen und Fachkräfte gebraucht.
Gute Fachkräfte für diese Bereiche zu bekommen, wird für die Träger der einzelnen Einrichtungen immer schwieriger.
Deshalb ist es uns in der Gemeinde Maisach auch wichtig, dass wir Einrichtungen schaffen, die beste Arbeitsbedingungen garantieren und auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
Neben den guten baulichen Voraussetzungen ist es das motivierte und kompetente Fachpersonal, das die bestmögliche Betreuung unserer Kinder gewährleisten hilft.
Deshalb von mir persönlich an alle Beschäftigten der Einrichtungen in unserer Gemeinde einen herzlichen Dank für die hervorragende Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
Junge Familien mit ihren Kindern sind der Garant für eine stabile und zukunftsfähige Entwicklung unserer Gemeinde.
Wir als Gemeinde werden weiterhin die erforderlichen und leistbaren Anstrengungen unternehmen, um unsere Familien, Alleinerziehenden und vor allem die Kinder bestmöglich zu unterstützen.
Ich wünsche Ihnen allen schöne Frühlingstage, damit wir uns an Aktivitäten in der freien Natur erfreuen können.
Mit den sonnigen Tagen setzt auch der Freizeitverkehr stärker ein, deshalb möchte ich alle Autofahrer, Motoradfahrer und Radfahrer um erhöhte Vorsicht bitten, zum eigenen Schutz und zum Schutz der weiteren Verkehrsteilnehmer.
Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus
Hans Seidl
1. Bürgermeister

