Wie barrierefrei ist Maisach

Ergebnisse aller öffentlichen Gebäude liegen vor

Nachdem die Erhebung aller öffentlichen Gebäude der Gesamtgemeinde abgeschlossen wurde, begannen die Mitglieder des Arbeitskreis (AK) Handicap mit der Auswertung. Schnell war klar, dass es auch hier einer einheitlichen Darstellung bedurfte. Um so wenig wie möglich mit Textbeschreibungen "zu erschlagen", einigte man sich auf die Erklärung durch Piktogramme.
Das geschah in den letzten Wochen:

Nachdem alle zu bewertenden öffentlichen Gebäude und Einrichtungen erfasst waren, wurde der Erhebungs- und Bewertungsbogen entwickelt. Sofort begannen die AK’ler, ausgerüstet mit Zollstöcken und Maßbändern, die Einrichtungen zu besuchen.

"Wir wurden überall durchweg freundlich empfangen", stellte Gemeinderat Norman Dombo fest. Bereitwillig führten die zuständigen Hausherren durch Ihre Einrichtungen. Akribisch wurden Höhen von Lichtschaltern, Türglocken oder Treppengeländern gemessen und notiert. Auch die Höhe und Tiefe von Stufen wurde in den Bögen erfasst. Da, wo es notwendig erschien, ergänzte man durch Text erwähnenswerte "Besonderheiten".

Jetzt ging es an die Auswertung. In langen Diskussionen konnte man sich schließlich auf eine Liste von Symbolen einigen. Anschließend haben die Arbeitskreisler ein erstes Papier entwickelt, die aufgenommenen Daten in einem "Ergebnisbogen" umzusetzen. Dieser Ergebnisbogen wird Teil einer Veröffentlichung in Heftform für alle Gebäude. Zu Beginn wird das Heft eine Loseblattsammlung. "Denn erwartungsgemäß", so Dombo, "ändern sich die Bewertungen in den ersten Monaten rasch, da kleine Verbesserungsvorschläge schnell umgesetzt werden können".

In vielen Fällen können durch kostengünstige Maßnahmen erhebliche Besserungen erreicht werden. Beispiele hierfür wären das Anbringen kleiner Hinweisschilder, wenn ein barrierefreier Nebeneingang benutzt werden kann. Auch das Versetzen von Türglocken in eine Höhe, die für Rollstuhlfahrer erreichbar ist, zählt zu einer preiswerten Maßnahme. Diese Verbesserungen sollen erreicht werden, indem die Gebäudeeigentümer ein "Empfehlungsschreiben" erhalten.

drucken nach oben