Malching

dazugehörige Ortsteile: Obermalching und Galgen

Im Ortsnamen Malching zur Zeit der ersten Nennung Mahaleihhi genannt - steckt "Mal-Eiche,". So wird der Ort einer alten germanischen Gerichtsstätte genannt. Diese war gewöhnlich dreigeteilt. Es dürfte in Untermalching die Betstätte, in Obermalching die Maleiche, also die Urteilsstätte, und in Galgen der Vollstreckungsort gewesen sein. Jahrhunderte später, als der Strafvollzug für todeswürdige Verbrechen allein dem Landgericht Dachau zustand, verblieb in Malching die niedere Gerichtsbarkeit. Sie wurde durch den vom Kloster bestellten Klosterrichter ausgeübt. Nach 800 war ein Teil der Malchinger Güter nach Freising, ein anderer Teil nach Bernried gegeben worden. 1456 kamen schließlich die Freisinger Besitzungen auch an das Kloster Bernried, unter dessen Herrschaft das ganze Dorf bis 1803 verblieb.

 

Die Eröffnung der Bahnlinie München - Augsburg 1840 hatte auf die Entwicklung der Orte Germerswang und Malching zunächst wenig Einfluß. Erst 1927 wurde der Haltepunkt Malching eingerichtet. Die Erweiterung des S-Bahn-Netzes bis Nannhofen brachte den beiden Orten endlich den seit Jahren erhofften Anschluß nach München in kurzen Abständen.

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